Zu einem guten Stück Fleisch braucht es manchmal nicht mehr als ein wenig Salz … oder eine Homemade Chili Sauce! Mein Rezept dafür soll kein Geheimnis bleiben, obwohl mir schon geraten wurde, die Sauce doch zu verkaufen 😉

Vieles, was man in Flaschen kaufen kann, steckt voller nicht näher definierter „Gewürze“, „Extrakte“ und „Aromen“ – meist nichts Anderes als verkappte Geschmacksverstärker. In der PUREiron-Küche geht das natürlich gar nicht, denn wir lieben es PURE. Keine natürlichen oder naturidentischen Zusatzstoffe, nur purer Geschmack! Dass dies mit ein wenig Aufwand verbunden ist, versteht sich, aber es lohnt sich, gleich etwas mehr davon herzustellen, denn in geeignete Behälter abgefüllt hält sich die Sauce mehrere Wochen im Kühlschrank.

Man braucht als Werkzeug:

Eine kleine beschichtete Pfanne (oder ein Saucenpfännchen) zum Rösten der Gewürze

Einen leistungsfähigen Mixer (ich habe einen Magimix) und einen Mörser

Eine große, tiefe beschichtete Pfanne. Die PUREiron Gusseisenpfanne ist dafür NICHT geeignet, denn die Säure der Tomaten und des Essigs würde die Patina zerstören.

Einen Kochlöffel aus Holz

Ein scharfes Küchenmesser und ein Schneidbrett

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Für etwas mehr als einen Liter:

4 mittelgroße Zwiebeln

1 dicke Knolle Knoblauch + 10 Zehen Knoblauch-Confit (wie das geht, steht in der Zubereitung)

3-4 große, vollreife Tomaten, beste Qualität

2 Dosen (je 400g) echte San Marzano Tomaten (hier mache ich keine Kompromisse, denn die billigen Dosentomaten aus dem Supermarkt kommen da geschmacklich nicht ran)

3-4 frische große Jalapeno-Chilies

3 frische große rote Chilies

Reichlich frische kleine rote Chilies (Rawit) – nach Geschmack

3 getrocknete Datteln (entsteint)

10 Soft-Cranberries (gezuckert – gibt es z.B. von Seeberger)

2 EL Meersalz (ggf. mehr zum Abschmecken)

1 ½ EL Rohrzucker

1 ½  EL Pimentón de la Vera (das ist geräuchertes scharfes Paprikapulver)

Reichlich schwarzer Pfeffer aus der Mühle zum Abschmecken

5-7 EL guter Rotweinessig (z.B. Banyuls-Essig) nach Geschmack

1 EL Tamarinden-Paste oder -Sauce (optional)

Ahornsirup zum Abschmecken (optional)

 

Trockengewürze:

1 EL Sichuanpfeffer

1 TL Kreuzkümmel (Cumin)

1 TL Koriandersaat

1 EL Bird’s Eye Chilies

 

Kräuter:

je 1 ½ EL frisch gehackte Glattpetersilie und Estragon

je 1 TL getrockneter Thymian und Majoran

 

 

Knoblauch-Confit ist ein Küchenbaustein, den man immer im Kühlschrank haben sollte. In einem Einweckglas (oder besser einem Steingut-Topf mit dicht schließendem Deckel) hält sich das wochenlang und eignet sich als Knoblauchwürze z.B. für Eintöpfe (Hülsenfrüchte) Saucen und Suppen. Die Zehen von mindestens 3 oder 4 Knoblauchknollen schälen und das Wurzelende dünn abschneiden. In einen kleinen Topf geben und mit Öl (z.B. Rapsöl oder mildes Olivenöl ohne zu starken Eigengeschmack) bedecken und bei minimaler Hitze für eine Stunde garen. Die Temperatur ist richtig, wenn kleine Bläschen aufsteigen. Keinesfalls kochen! Das Knoblauch-Confit ist fertig, wenn sich die Zehen mit dem Rücken eines Löffels leicht zu Brei zerdrücken lassen. Abkühlen lassen, in ein geeignetes Gefäß füllen und kühl und dunkel lagern. Der so zubereitete Knoblauch hat keinerlei Schärfe mehr, er schmeckt eher süßlich und bekommt ein leichtes Raucharoma (fragt mich nicht, woher – muss ein chemischer Prozess sein). Und das Öl hat eine feine Knoblauchnote angenommen. Ganz leckere Kiste!

Die frischen Tomaten einritzen, für 15-20 Sek. in kochendes Wasser tauchen und schälen, dann achteln, den Strunk herausschneiden und beiseite stellen.

Chilies waschen und in grobe Scheiben schneiden. Datteln und Cranberries ebenfalls.

Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen, trimmen und in grobe Stücke schneiden. Mit 1 EL Salz und den 10 Zehen Knoblauch-Confit (mit einer Gabel aus dem Öl heben – es sollte nicht zu viel Öl dranbleiben) in den Mixer geben und zu einer groben Paste verarbeiten. Die Paste in die beschichtete Pfanne geben und bei milder Hitze für 5-7 Minuten unter gelegentlichem Umrühren anschwitzen, NICHT bräunen!

In der Zwischenzeit die frischen Tomaten, Chilies, Datteln und Cranberries zusammen mit den San Marzano Dosentomaten (mit dem Saft) in den Mixer geben und zu einer groben Paste verarbeiten. Diese Paste mit dem Zucker und dem restlichen Salz in die Pfanne zu der Zwiebel-Knoblauch-Mischung geben, Temperatur etwas erhöhen und gut umrühren. Bei milder Hitze für 40 Min. sanft köcheln lassen.

 

 

In der Zwischenzeit die Trockengewürze bei mittlerer Hitze für ca. 10 Min. leicht anrösten und anschließend in den Mörser geben und abkühlen lassen. Das Rösten intensiviert das Aroma der Gewürze ungemein – Trockensamen sollten immer vor Verarbeitung geröstet werden. Diese Technik stammt aus den Küchen Asiens und wird dort überall praktiziert.

 

 

Mit dem Mörser (oder mit einer Gewürzmühle, falls vhd.) pulverisieren und in die Sauce einrühren, sowie die 40 Min. Kochzeit um ist. Tamarinden-Paste (falls verwendet), Paprikapulver und Kräuter ebenfalls einrühren und für 20 Min. weiter sanft köcheln, dabei gelegentlich umrühren. 5 Min. vor Ende der Kochzeit den Essig dazu geben und mit reichlich schwarzem Pfeffer aus der Mühle und ggf. noch etwas Meersalz und Ahornsirup (oder Zucker) abschmecken.

 

 

Die heiße Sauce in sterilisierte Einweckgläser oder -flaschen füllen, abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern.

 

 

Aufwändig? Ja! Schwierig? Nein! Lohnt sich? Auf jeden Fall!

 

 

Das oben genannte Werkzeug (außer dem Mixer) ist in unserem Shop von d. die Pfanne® erhältlich. Spitzenqualität zu fairen Preisen und einem der besten Kundenbewertungsprofile deutschlandweit. Schaut mal rein!

Keep cookin‘!

 

 

 

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