Immer wenn es endlich Frühling wird, die Abende länger werden, und vor allem so lau, dass man endlich wieder im Freien essen kann, ist es an der Zeit das erste Tabouleh zu machen. Die Schreibweisen (Tabouli, Taboulee) variieren, so wie die Rezepte. Ursprünglich eine kleine Beilage aus der libanesischen Küche (Mezze) hat diese leckere, und übrigens vegane Beilage aus den Hauptzutaten Bulgur (Weizengrieß), Petersilie und Zitronensaft einen unglaublichen Siegeszug in die Küchen der Welt angetreten. Ich habe das Rezept über die Jahre immer wieder angepasst, bis ich bei der Version ankam, die ich heute vorstelle. Ich habe Tabouleh zwar nie im Libanon gegessen, aber in anderen Ländern des mittleren Ostens – und jede dieser kulinarischen Erfahrungen war ein bisschen anders. Nur Bulgur, Petersilie und Zitronensaft sind feste Zutaten. Meine Version weicht etwas vom Original ab, ich will eine substanzielle Beilage, die es auch mit einem kräftigen Fleisch vom Grill, wie hier dem Tri-Tip aufnehmen kann.

Tabouleh kann unglaublich vielseitig sein. Von der genannten substanziellen Beilage, über Vorspeise, Kondiment und Salat bis zum Topping für gegrilltes Geflügel oder anderes Fleisch kann es fast jedem Anspruch gerecht werden. Und, dank des Zitronensafts (ein natürliches Konservierungsmittel) hält es sich gekühlt ohne weiteres für 4-5 Tage. Chilies. Nein, die sind in keinem der klassischen Rezepte für Tabouleh vertreten. Aber keiner erwartet im Ernst von mir, dass ich hier auf Chilies verzichte… ausserdem tragen die zur Haltbarkeit bei, haben also durchaus eine praktische Berechtigung im Rezept. Mein Tabouleh ist knackig, denn hier kommen frische Paprikaschoten und Gurke dazu, also eher ’salatlastig’…nur der Bulgur balanciert es wieder zur Beilage aus.

Bei der Minze scheiden sich ebenfalls die Geister. Von „unbedingt“ bis „auf gar keinen Fall“. Ich finde, Minze gibt dem Tabouleh einen Extra-Kick an Frische.

Zutaten (für eine große Schüssel – Personenanzahl ist hier unerheblich):

150 g Bulgur und 100 ml kochendes Wasser

1 EL Meersalz

2-3 Knoblauchzehen, entweder fein gehackt oder gerieben

Saft von 2 unbehandelten Zitronen – vorzugsweise Amalfi-Zitronen

2 Bund Glattpetersilie und 2 Bund Minze, gewaschen, getrocknet und Blätter abgezupft, grob geschnitten

1 rote und 1 gelbe (oder grüne) Paprikaschote, gewaschen, entkernt und in Würfel geschnitten

3-4 Frühlingszwiebeln, gewaschen und in Scheibchen geschnitten

1/2 Salatgurke, gewaschen und gewürfelt (nur das Fleisch, die Samen entfernen)

Gehackte rote Chilies nach Geschmack

Olivenöl extra Vergine nach Geschmack (etwa 3-6 EL)

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Ich empfehle ausdrücklich eine Schüssel mit einem dicht schließenden Deckel zu verwenden, denn der Knoblauch wird versuchen, sich sämtlicher im Kühlschrank aufbewahrten Nahrungsmittel zu bemächtigen 😉

Bulgur, Meersalz und den gehackten oder geriebenen Knoblauch mit kochendem Wasser in einer Schüssel überbrühen, zudecken und für 20-30 Minuten quellen lassen. Mit einer großen Gabel gut durchmischen. Der Bulgur neigt zum Klumpen, es muss komplett aufgebrochen und vermengt werden. Gehackte Petersilie und Minze dazu geben und gut durchmischen. An dieser Stelle können die Chilies ins Spiel kommen…oder auch nicht. Zitronensaft und Öl dazu geben, gut durchmischen und zugedeckt im Kühlschrank für mindestens 4 Stunden (oder über Nacht) ziehen lassen.

Das klein geschnittene Gemüse dazu geben und alles gut vermengen. Mit Meersalz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken.

Dazu gibt es ein zweimal gebratenes Tri-Tip (Bürgermeisterstück) vom Angusrind. Zweimal braten? Yessir! Dies geht auf eine alte chinesische Garmethode zurück. Das Fleisch wird so zarter und bekömmlicher sagt man. Dazu wird das Fleisch zunächst rare gebraten (Kerntemperatur 52°C), über Nacht gekühlt und am nächsten Tag nochmals bei großer (direkter) Hitze scharf angebraten und anschließend in der Gusseisenpfanne bei indirekter Hitze auf den gewünschten Garpunkt fertig gezogen. Dank des abnehmbaren FlameWood-Stiels darf unsere PUREiron Grillpfanne auch auf den Grill

Verwendetes Werkzeug:

Das Kochmesser Edition 7

Das Schneidebrett aus Akazienholz

Die PUREiron Grillpfanne by d.diePfanne® 

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Keep cookin‘!

 

 

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