REZEPT FÜR TARTIFLETTE SAVOYARDE AUS DER PFANNE

Aber …was ist Tartiflette? Das ist, einfach erklärt, ein Kartoffel-Zwiebel-Käse-Auflauf, mit reichlich gutem Speck. Kein Low-Carb, kein Low-Fat, ganz im Gegenteil! Eher was für Menschen, die was abkönnen. Aber ich warne euch! Das Zeug macht süchtig, maßlos! Da kannste jede einzelne Kalorie mit Vornamen ansprechen (frei nach Mirko Dhem – danke für den Spruch!).

Im Grunde ein winterliches Gericht, aber nicht jeder hat den offenen Kamin in der Wohnstube, dessen Feuer in der kalten Jahreszeit knistert, während es aus der Küche nach geschmolzenem Käse duftet. Und deshalb – die BBQ-Spezialisten haben vermutlich schon längst um die Ecke gedacht – funktioniert das auch auf einem Grill mit Haube, vorausgesetzt, man verwendet unsere PUREiron Gusseisenpfanne mit abnehmbaren Stiel. Wenn im Frühsommer die Nächte noch kühl sind, das Feuer in der Eisenschale brennt, dann bringt Tartiflette am späten Abend genau die richtige Wärme in den Bauch.

‚Tartiflette‘ klingt zwar wie ein traditioneller französischer Auflauf, ist aber weit davon entfernt, traditionell zu sein. Eigentlich wurde Tartiflette erst Anfang der ’80er Jahre vom Syndicat interprofessionnel du Reblochon erfunden, einer Organisation, die die Interessen der Hersteller eines der Hauptbestandteile des Rezeptes, dem Reblochon-Käse vertritt. Reblochon-Käse? Na ja – den bekommt man auch nicht in jedem Supermarkt um die Ecke an die Backe geworfen, aber gut sortierte Käsetheken sollten ihn vorrätig haben.  Es geht auch mit jedem anderen kräftig-würzigen Weichkäse. ‚Le Rustique‘ schon mal gesehen? Das ist ein kräftiger Camembert aus Massenproduktion, den es nun wirklich in jedem Supermarkt gibt. Ist dann zwar nicht mehr original „Savoyarde“, aber durchaus essbar. Beim Bauchspeck vom Schwein mache ich allerdings keinerlei Kompromisse. „Gelderländer Schweinebauch“ aus dem Supermark geht gar nicht! Viel zu salzig, das Zeug. Habt ihr schon mal vom Aktivstall für Schweine gehört? Gabriele Mörixmann hat damit bereits 2012 ein außergewöhnliches Konzept an den Start gebracht – und man schmeckt den Unterschied einfach! Für mich der beste Schweinebauch.  Online bestellbar bei Kalieber.de .

 

 

Zutaten für 4 Personen (eigentlich für 6, aber das wird nicht funktionieren, wenn die erst mal mit dem Essen angefangen haben…)

1 kg festkochende Kartoffeln (vorzugsweise La Ratte oder Linda)

6 mittelgroße Zwiebeln

1 Laib – oder auch 2 (je 250 g) Reblochon, oder ein anderer würziger Weichkäse (z.B. Le Rustique oder ähnlich, mit essbarer Rinde)

1 Knoblauchzehe

80 g gute Butter (Süßrahmbutter bevorzugt)

200 g guter Bauchspeck vom Aktivstallschwein, gepökelt & gräuchert

1 Glas (150 ml) trockener Weißwein (so einer, der auch in den Koch darf)

Crème Fraîche oder Sauerrahm nach Belieben

Salz (fürs Kochwasser) und Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Etwas frisch geriebene Muskatnuss (optional)

Werkzeug

Kochtopf für die Kartoffeln

PUREiron Bratpfanne Ø 28 cm

1 Schüssel ca. 20 cm Ø

Kochlöffel aus Holz

Kochmesser

(Durch einen Klick auf die Links öffnet sich jeweils in einem neuen Fenster die Produktbeschreibung)

und so gehts:

Zwiebeln schälen, halbieren und mit einem scharfen Messer in Streifen schneiden. Knoblauchzehe schälen und fein hacken.

Speck in Streifen schneiden, bei mittlerer Hitze in der Pfanne auslassen und leicht knusprig braten. Die gebratenen Speckwürfel vorsichtig aus der Pfanne heben und in eine Schüssel geben. Das ausgetretene Fett bis auf ca. 2 EL abgießen.

 

 

Butter, Zwiebelstreifen und gehackten Knoblauch in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze für einige Minuten anschwitzen. Leicht salzen und mit Weißwein ablöschen. Die Mischung bei mittlerer bis niedriger Hitze ca. 20 Min. dünsten, dann in die Schüssel mit den gerösteten Speckwürfeln geben und gut durchmischen. Großzügig mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen und ggfs. mit etwas Salz und geriebener Muskatnuss abschmecken. Pfanne beiseite stellen.

Küchentipp für den Induktionsherd gefällig? Herdplatte großzügig mit Küchenpapier auslegen, bevor etwas in der Gusseisenpfanne gebrutzelt wird. Pfanne drauf stellen und braten, wie gewohnt. Fertig? Küchenpapier wegnehmen – der Herd ist sauber. Wegen des Magnetfeldprinzips beim Induktionsherd entsteht die Hitze im Gargut und nicht auf der Herdplatte, und das Papier kann wegen der sehr niedrigen Rückstrahlwärme nicht entflammen (es bleibt tatsächlich blütenweiß – aber Achtung: nicht auf voller Pulle!). ACHTUNG: DAS FUNKTIONIERT NUR UND AUSSCHLIESSLICH AUF INDUKTIONSHERDEN BEI MODERATEN TEMPERATUREN!

 

 

In der Zwischenzeit die Kartoffeln mit Schale im Topf ca. 3 Finger breit mit kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Dann 2 EL Salz zufügen (erst, wenn das Wasser kocht!), je nach Größe der Kartoffeln 20-30 Min. leicht sprudelnd weiter kochen (sie sollten keinesfalls übergart werden – gegen Ende der Kochzeit mit einer Gabel prüfen – die Kartoffeln dürfen beim Einstechen nicht auseinander fallen). Kartoffeln abgießen, schälen (oder auch nicht, wer es rustikaler mag) und in ca. 0,5 cm Scheiben schneiden.

 

 

Backofen auf 180°C vorheizen (Ober- + Unterhitze).

Die Hälfte der Zwiebel-Speck-Mischung in der Pfanne verteilen. Kartoffelscheiben darauf verteilen, es folgt die restliche Zwiebel-Speck-Mischung mit Crème Fraîche oder Sauerrahm (optional). Käse in Tortenviertel (oder einfach in große Tortenstücke) zerteilen und dann längs halbieren. Mit der Rinde (die essbar sein sollte) nach oben auf die Kartoffel-Zwiebel-Speck Mischung legen. Pfanne in den Ofen (oder Grill) stellen, Stiel abnehmen, und bei 180°C ca. 30 – 40 Min. backen.

 

 

Stiel wieder einklinken, fest drehen und die Pfanne aus dem Ofen nehmen. Servieren und genießen – hier auf meinem persönlichen Teller mit „T“ wie Tartiflette. Dazu passt fast alles: ein kräftiger Wein, egal ob Rot oder Weiß ist optimal, aber auch ein obergäriges Bier steuert eine schöne Balance zur schieren Wucht der Tartiflette bei.

WARNUNG Dieses Gericht ist eine unglaubliche Kalorienbombe! Für etwaige Maßlosigkeit der Esser wird keinerlei Haftung übernommen.

 

 

Keep cookin‘!

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